Porsche baute für die Rennsaison 1978 genau einen 935/78. Das Chassis 930 890 0014 führte das Konzept des Standard-935 in völlig neues aerodynamisches Terrain, mit einer auf 5.146 mm Gesamtlänge gestreckten Karosserie und wassergekühlten Zylinderköpfen auf einem ansonsten weiterhin luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor. CMR bildet dieses einzigartige Fahrzeug jetzt als Modellauto in 1:12 nach – ein Format, das den gestreckten Proportionen des Autos wirklich gerecht wird.
Ein einmaliger Werksprototyp, gebaut zum Siegen
Der 935/78 wurde von Porsches Rennabteilung als vollständige Werksentwicklung des homologierten 935 konzipiert, nicht als Kundenevolution. Sein luftgekühlter 3,2-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, Typ 935/71, mit zwei KKK-Turboladern, leistete rund 750 PS – und zählte damit zu den stärksten Gruppe-5-Fahrzeugen jener Zeit. Das dramatisch verlängerte Heck, das Ingenieure wie Presse dazu brachte, das Auto „Moby Dick“ zu nennen, war auf Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten ausgelegt und nicht bloß auf optische Wirkung. Es wurde nur ein einziges Exemplar gebaut.
Fahrzeug Nr. 43, Le Mans 1978: der einzige Einsatz, der ins Ziel kam
Bei den 24 Stunden von Le Mans 1978 wurde das Fahrzeug Nr. 43 vom Team Martini Racing Porsche System gemeldet und Rolf Stommelen – einem deutschen Veteranen der Formel 1 und des Langstreckensports – sowie Manfred Schurti, einem aus Liechtenstein stammenden GT- und Langstreckenspezialisten, anvertraut. Das Duo brachte das Auto als Gesamtachter und Klassensieger ins Ziel, eine beachtliche Leistung gegenüber den Prototypen. Das Schwesterfahrzeug Nr. 44, das sich Jochen Mass und Jacky Ickx teilten, fiel aus; die Nr. 43 war der einzige Moby Dick, der das Ziel erreichte. Die weiße Karosserie mit roten, blauen und grünen Martini-Streifen bleibt eine der meistfotografierten Lackierungen der Langstreckengeschichte.
CMR in 1:12: der richtige Maßstab für einen Wal
Diese Nachbildung wird von CMR (Classic Model Replicars) in 1:12 gefertigt – einem Maßstab, der für Rennwagen dieser Ära nach wie vor ungewöhnlich ist und besonders gut zum prägenden Merkmal des 935/78 passt: seiner schieren Länge. Die 5.146 mm lange Karosserie des Originals, geteilt durch zwölf, ergibt ein Modell, das den Schwung des Hecks auf eine Weise vermittelt, die kleinere Maßstäbe schlicht nicht erreichen. CMR gibt die Spezifikation der Nr. 43 von Martini Racing wieder und hält die vollständige grafische Identität des Le-Mans-Einsatzes von 1978 fest.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist der Porsche 935/78 'Moby Dick'?
Es handelt sich um einen einzigartigen Werksprototyp, den Porsche für die Saison 1978 entwickelte. Er basiert auf dem serienmäßigen 935, wurde jedoch mit einer neuen Langheck-Aerodynamikkarosserie, wassergekühlten Zylinderköpfen und einem 3,2-Liter-Biturbo-Sechszylinder-Boxer mit rund 750 PS ausgestattet. Das Chassis 930 890 0014 ist das einzige jemals gebaute Exemplar.
Welches Ergebnis erzielte Fahrzeug Nr. 43 bei den 24 Stunden von Le Mans 1978?
Pilotiert von Rolf Stommelen und Manfred Schurti für das Team Martini Racing Porsche System belegte das Fahrzeug den 8. Gesamtrang und gewann seine Klasse. Der Schwesterbolide Nr. 44 schied aus dem Rennen aus.
Wer stellt dieses Modellauto im Maßstab 1:12 her, und was genau wird reproduziert?
Das Modell wird von CMR (Classic Model Replicars) im Maßstab 1:12 gefertigt. Es reproduziert Fahrzeug Nr. 43 in der Martini Racing-Lackierung – weiß mit roten, blauen und grünen Streifen – so wie es bei den 24 Stunden von Le Mans 1978 eingesetzt wurde.
Warum ist der Maßstab 1:12 für dieses Fahrzeug besonders geeignet?
Der originale 935/78 misst aufgrund seiner verlängerten Heckkarosserie 5.146 mm in der Länge. Der Maßstab 1:12 bildet diese Proportionen weitaus wirkungsvoller ab als kleinere Maßstäbe und macht das charakteristische Flügelheck – das markanteste Merkmal des Fahrzeugs – im Regal auf Anhieb erkennbar.