Die Baureihe Porsche 911 964 RS teilte sich zum Modelljahr 1992 in zwei eigenständige Varianten: den in vergleichsweise größerer Stückzahl produzierten RS 3.6 und den RS 3.8, eine konsequente Homologationsübung in sehr kleiner Auflage. Die Druckguss-Umsetzung von KK Scale in 1:12 zeigt die seltenere der beiden, präsentiert in Grand-Prix-Weiß – der Werksfarbe, die am stärksten mit der offiziellen Dokumentation und den Homologationsfotos des RS 3.8 verbunden ist.
Ein seltenes Homologationsmodell: der 964 RS 3.8
Porsche entwickelte den RS 3.8 eigens, um den 964 RSR 3.8 für den GT-Rennsport zu qualifizieren. Der Motor M64/03 hatte 3,8 Liter Hubraum, erreicht durch eine aufgebohrte Version des Standardaggregats M64. Das Leergewicht lag bei rund 1.210 kg, eine moderate, aber gezielte Reduzierung gegenüber dem RS 3.6. Das Fahrzeug war straßenzugelassen – in Serienform nie ein vollwertiger Rennwagen –, existierte jedoch in erster Linie, um die Homologationsregeln zu erfüllen, was seine streng limitierte Produktion zu einem der prägenden Merkmale seiner Identität macht.
Speedline-Räder und Grand-Prix-Weiß: das Markenzeichen des RS 3.8
Während der RS 3.6 Leichtmetallräder im Cup-Design (im Fuchs-Stil) trug, war der RS 3.8 mit Speedline-Rädern ausgestattet – vorn 8Jx17, hinten 10Jx17 – unter ausgestellten hinteren Radläufen. Dieser optische Unterschied ist der schnellste Weg, die 3.8-Variante auf einen Blick zu erkennen. Grand-Prix-Weiß betont jede Karosserielinie: Breitbau-Kit, fester Heckflügel und die Speichengeometrie der Speedline-Felgen kommen ohne farbliche Ablenkung klar zur Geltung. Werksteams wählten für Homologationsdokumentationen häufig Weiß, und es bleibt die architektonisch ehrlichste Farbe für dieses Fahrzeug.
KK Scale in 1:12: Druckguss im Sammlermaßstab
KK Scale fertigt dieses Modell aus Druckguss in 1:12 – einem Maßstab, der bei Straßenfahrzeugen selten zum Einsatz kommt und dem Vorbild hier besonders gut gerecht wird. Die ausgestellten hinteren Radläufe, das Profil des Entenbürzels und die Speichendetails der Speedline-Felgen werden in einer Auflösung wiedergegeben, die 1:18 und 1:43 nicht erreichen können. Die weiße Lackierung lässt die Geometrie der Karosserieteile so klar erkennen wie am Original, und die Speedline-Felgen sind mit der korrekten Mischbereifung vorn und hinten wiedergegeben.
In der Vitrine
In 1:12 nimmt dieses Modell spürbar Platz in der Vitrine ein und wirkt als Mittelpunkt statt als Nebenstück. Es passt hervorragend zum 964 RSR 3.8 – dem Rennderivat, das dieses Straßenfahrzeug direkt ermöglichte – und zum 993 RS Clubsport, der auf die Generation 964 folgte. Sammler luftgekühlter Porsche von der 930-Ära bis zum letzten 993 werden feststellen, dass dieses Modell eine präzise und oft übersehene Lücke schließt: Der RS 3.8 steht regelmäßig im Schatten des zahlreicheren RS 3.6, ist jedoch die seltenere und bedeutendere Variante.