Der Mercedes-Benz 600 Pullman Landaulet nimmt eine einzigartige Stellung in der Automobilgeschichte ein: ein kompromisslos konstruiertes Fahrzeug für Staatsoberhäupter, Königshäuser und alle, die den absoluten Gipfel luxuriösen Fahrens der Jahrhundertmitte verlangten. Dieses Modellauto in 1:18 von CMC (Classic Model Cars) zeigt das Exemplar von 1972 in Gold Metallic – eine Farbe, die den individuellen Sonderbestellungen entspricht, durch die sich das W100-Programm von jedem anderen Serienfahrzeug seiner Zeit unterschied. Die Landaulet-Karosserie, die seltenste aller 600-Varianten, fügt eine weitere Ebene historischer Bedeutung hinzu.
Ein technischer Meilenstein mit 6,3 Litern und langem Radstand
Der W100 600 Pullman maß 6.240 mm in der Länge – eine Zahl, die das schiere Ausmaß des Anspruchs von Mercedes-Benz unterstreicht, als das Fahrzeug 1963 in Produktion ging. Die Kraft lieferte der 6,3-Liter-V8 M100, ein Aggregat mit 6.332 cm³, einer obenliegenden Nockenwelle pro Zylinderbank und mechanischer Bosch-Einspritzung, das rund 250 PS (DIN) leistete. Dieselbe Motorenfamilie fand später ihren Weg in den 300SEL 6.3. Über den Antrieb hinaus verfügte der 600 über ein vollständig hydraulisches Nebenaggregatesystem – Fenster, Schiebedach, Sitze und Kofferraumdeckel wurden über einen eigenen Hydraulikkreis betätigt, eine Komplexität, die damals in der Serienproduktion unerreicht war.
Die Landaulet-Konfiguration und ihr Platz in der Geschichte des 600
Von den 2.677 im Produktionszeitraum 1963–1981 gebauten W100 war der Pullman Landaulet die exklusivste Karosserieform: ein festes Dach über dem vorderen Abteil, kombiniert mit einem elektrisch betätigten Faltverdeck über den Fondpassagieren – Reisen unter freiem Himmel, ohne den Chauffeur der Witterung auszusetzen. Diese Konfiguration war bei Regierungschefs und Königshäusern beliebt; zu den dokumentierten Besitzern zählen Kaiser Hirohito und Nicolae Ceaușescu. Die Lackierung in Gold Metallic an diesem Fahrzeug von 1972 spiegelt das umfangreiche Sonderwunschprogramm des W100 wider, über das jeder Kunde eine ganz eigene Farbe bestimmen konnte.
Das Modellauto in 1:18 von CMC: Druckguss, Fotoätzteile und Stoff
CMC fertigt dieses Modell aus Metall-Druckguss, ergänzt durch fotogeätzte Detailteile und Stoffkomponenten – wobei das Verdeckmaterial unter Letzteren am meisten ins Auge fällt. Motorhaube, alle Fahrgasttüren und Kofferraumdeckel lassen sich öffnen, und das Landaulet-Verdeck selbst ist voll beweglich, sodass das Modell sowohl geschlossen als auch geöffnet präsentiert werden kann. Die W100-Ausgaben von CMC zeichnen sich durch Teilezahlen im Hunderterbereich aus, was die technische Komplexität des Originals widerspiegelt. Die Lackierung in Gold Metallic ist auf der gesamten Pullman-Karosserie mit langem Radstand umgesetzt, Innen- und Außenausstattung sind entsprechend detailliert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Landaulet als Karosserieform und wie unterscheidet er sich vom Standard-Pullman?
Der Landaulet hat ein festes Dach über dem Bereich des Fahrers und des vorderen Beifahrers sowie ein faltbares Weichdach ausschließlich über dem hinteren Fahrgastraum. Die Standard-Pullman-Limousine verfügt durchgehend über ein festes Dach. Der Landaulet war die exklusivste – und seltenste – Karosserievariante der gesamten 600er-Baureihe.
Hat das CMC-Modell zu öffnende Teile?
Ja. Die Motorhaube, alle Fahrgasttüren und der Kofferraumdeckel lassen sich öffnen. Das Weichdach des Landaulet ist ebenfalls beweglich und kann sowohl in geöffneter als auch in geschlossener Position dargestellt werden.
Wie viele Mercedes-Benz 600 wurden gebaut?
Die Gesamtproduktion des W100 in allen Karosserievarianten betrug 2.677 Einheiten, gefertigt zwischen 1963 und 1981. Der Pullman Landaulet gehört zu den seltensten Ausführungen innerhalb dieser Gesamtzahl.
Welchen Motor verwendet der echte Mercedes-Benz 600?
Den M100 6,3-Liter-V8, ein 6.332-cm³-Aggregat mit mechanischer Bosch-Kraftstoffeinspritzung und ca. 250 PS (DIN). Dieselbe Motorenfamilie wurde auch im Mercedes-Benz 300SEL 6.3 verwendet.