Bevor der 2002 Turbo die Hauptrolle übernahm, begann die 02er-Linie von BMW mit einem ruhigeren, aber ebenso zielstrebigen Kapitel. Der 1600-2, auf dem Genfer Autosalon 1966 als zweitürige Limousine vorgestellt, brachte eine offene Variante hervor, die in kleinen Stückzahlen von der Karosserie Baur in Stuttgart gefertigt wurde. Das Modelljahr 1968 liegt genau in der Mitte des Produktionszeitraums des Cabriolets von 1967–1971, vor jeder wesentlichen technischen Überarbeitung des M10-Antriebsstrangs.
Architektur der Neuen Klasse und der M10-Motor
Der 1600-2 gehört zur Familie der Neuen Klasse von BMW, einer Modellpalette, die die technische Identität der Marke Ende der 1960er- und in den 1970er-Jahren neu definierte. Angetrieben wurde er vom Reihenvierzylinder M10 mit 1.573 cm³ – einem Vergasermotor mit rund 85 PS –, einer Motorenfamilie, die später auch den 2002, 2002tii und 2002 Turbo antreiben sollte. Der M10 war während des gesamten Jahrzehnts BMWs zentraler Vierzylinder und verlieh der kompakten 02er-Reihe eine Abstammung, die weit über ihren bescheidenen Hubraum hinausreicht.
Baurs karossiertes Cabriolet – eine seltenere Ausprägung der 02er-Reihe
Während die Limousine in großen Stückzahlen verkauft wurde, war der offene 1600-2 ein Spezialauftrag. Die Karosserie Baur passte die serienmäßige Bodengruppe mit einer verkürzten Struktur an, um ein vollständiges Stoffverdeck aufzunehmen, und schuf so ein echtes Cabriolet statt eines Targa-Umbaus. Die Produktionszahlen blieben während der gesamten Bauzeit von 1967–1971 begrenzt, weshalb erhaltene Exemplare heute selten sind. Das weiße Äußere – eine zeitgenössische Werksfarbe der 02er-Reihe – bildet den klassischen Kontrast zu einem dunklen Verdeck, eine Kombination, die das Erscheinungsbild dieser Fahrzeuge auf zeitgenössischen Fotos prägte.
KK Scale Druckguss in 1:18: Bauweise und Merkmale
KK Scale – unter dem Label KKDC tätig – hat sich seinen Ruf mit detaillierten Druckguss-Nachbildungen von Straßenfahrzeugen in 1:18 erworben, und dieses BMW 1600-2 Cabriolet von 1968 in Weiß gehört zu den ungewöhnlicheren Themen im Katalog. Das Modell ist aus Druckguss gefertigt und besitzt ein abnehmbares Verdeck, sodass Sammler die Präsentation offen oder geschlossen gestalten können. Für ein Druckguss-Modell ohne bewegliche Teile ist diese doppelte Präsentationsmöglichkeit in 1:18 ein echtes Unterscheidungsmerkmal gegenüber herkömmlichen Modellen mit fester Karosserie.
In der Vitrine: Der 1600-2 in einer BMW-Klassik-Sammlung
Das Cabriolet von 1968 eignet sich ganz natürlich als Gründungsstück einer Gruppe der BMW 02er-Reihe. Neben einem 2002tii oder einem 2002 Turbo in 1:18 markiert es den chronologischen Beginn der Linie statt ihrer berühmteren späteren Höhepunkte. Ein Regal zum Thema Neue Klasse – mit den Limousinen-Geschwistern 1800 oder 2000 – ist ein weiterer stimmiger Rahmen. Die weiße Lackierung hebt sich zudem auf Fotos klar von dunkleren Modellen ab und verleiht dem Cabriolet in jeder gemischten BMW-Klassik-Anordnung eine optische Ankerrolle.