Der Alfa Romeo Giulia GTC Cabriolet zählt zu den weniger bekannten, aber historisch bedeutsamen Varianten der Baureihe 105. Während der Sprint GT als Coupé weite Verbreitung fand, entstand der GTC in einer deutlich kleineren Serie: Carrozzeria Touring Superleggera in Mailand lieferte die offene Karosserie und zeichnete auch für die Verstärkung der Schweller verantwortlich, die den Wegfall der festen Dachstruktur kompensiert. Das Ergebnis war ein handwerklich aufwendiger Zweisitzer, der die fahrdynamischen Qualitäten des Sprint GT mit offenem Gran-Turismo-Charakter verband.
Giulia GTC: Karosseriekunst auf Typ-105-Basis
Der Giulia GTC basiert auf dem Bodenblech des Sprint GT und teilt dessen 1.570-cm³-Vierzylindermotor mit Doppelnockenwelle – gekoppelt an ein Fünfganggetriebe. Carrozzeria Touring Superleggera verwendete ihre patentierte Superleggera-Konstruktion, bei der ein feines Rohrgerüst die Aluminium- und Stahlblechpaneele trägt. Die Produktion lief von 1964 bis 1966 und blieb deutlich hinter der Stückzahl des geschlossenen Coupés zurück.
Verde Pino und Cinghiale – eine werkstreue Farbkombination der 1960er-Jahre
Verde Pino (Kieferngrün) war eine offizielle Alfa-Romeo-Lackierung der 1960er-Jahre, die werksseitig für die gesamte Giulia-Baureihe angeboten wurde. Das Interieur in Cinghiale – ein dunkles Braun-Beige, dessen Bezeichnung sich vom italienischen Wildschwein ableitet – war ein zeitgenössischer Alfa-Romeo-Ledercode. Diese Kombination steht für die zurückhaltende Eleganz, mit der der GTC als Cabriolet für anspruchsvolle Käufer positioniert war, die offenes Fahren ohne Einbußen beim Gran-Turismo-Charakter suchten.
Das Modellauto 1:18 von Mitica: Resin-Handwerk für seltene Klassiker
Das 1:18-Modell stammt von Mitica, einem auf klassische italienische Automobile spezialisierten Resin-Hersteller. Das Resin-Modell gibt den GTC mit geöffnetem Verdeck wieder und reproduziert die Werksspezifikation Verde Pino außen sowie Cinghiale im Interieur. Resin erlaubt eine Detailtiefe – etwa bei den Karosseriefugen der Touring-Superleggera-Karosserie –, die im Druckguss kaum erreichbar ist. Mitica widmet sich gezielt Fahrzeugen, die von großen Serienproduzenten nicht abgedeckt werden, und trifft damit den Nerv von Sammlern, denen Originalitätstreue wichtiger ist als Verfügbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Warum wurden vom Giulia GTC nur so wenige Exemplare gebaut?
Der GTC entstand von 1964 bis 1966 bei Carrozzeria Touring Superleggera in Mailand in Handarbeit. Die aufwendige Superleggera-Konstruktion und die notwendigen Karosserieverstärkungen für die offene Version hielten die Produktion deutlich unter der des geschlossenen Coupés.
Was bedeutet 'Superleggera' bei der Karosserie des GTC?
Superleggera (‚superleicht') ist eine patentierte Bauweise von Carrozzeria Touring: Dünne Stahl- und Aluminiumbleche werden über ein feines Rohrgerüst gespannt. Das reduziert das Gewicht, erfordert aber höheren handwerklichen Aufwand als konventioneller Karosseriebau.
Aus welchem Material besteht das Modell und wer stellt es her?
Das Modell wird von Mitica (Italien) aus Resin gefertigt. Resin ermöglicht feine Oberflächendetails und exakte Farbwiedergabe, ist aber nicht aus Druckguss (Diecast).
Ist Verde Pino eine authentische Alfa-Romeo-Farbe?
Ja. Verde Pino ist ein dokumentierter Werksfarbton von Alfa Romeo aus den 1960er-Jahren, der für die gesamte Giulia-Baureihe angeboten wurde. Cinghiale bezeichnet einen dunklen Braun-Beige-Ledercode aus derselben Epoche.