Der Transporter vor dem Wohnmobil: Historische Renn-Lkw im Maßstab
Vor dem Zeitalter der Wohnmobile war der Transporter das wichtigste Fahrzeug in jedem Renn-Paddock. Vom Fiat 642 RN2 Bartoletti der Scuderia Ferrari bis zum Rothmans-Bus Mercedes-Benz O317 – das sind die historischen Renntransporter, die Sammler nun im Maßstab nachbauen.
Der Stellplatz gehörte zunächst dem Transporter, bevor er zum Wohnmobil wurde. Von den späten 1950er Jahren bis in die 1980er Jahre transportierten Lastwagen Rennwagen. Sie fuhren vom Werk zur Rennstrecke. Diese Lastwagen waren Teil der Identität eines Teams. Die Lackierungen der Fahrzeuge prägten sie. Ein Beispiel dafür ist das Ferrari-Rot auf einem Fiat 642 RN2 Bartoletti. Ebenso das Alitalia-Grün und -Weiß auf einem Fiat 673. Oder das Rothmans-Blau und -Gold auf einem Mercedes-Benz O317-Bus. Diese Renn-Lkw-Modelle transportierten nicht nur Maschinen. Sie waren rollende Absichtserklärungen. Sie kamen in Monza, Monte Carlo und Le Mans an – und zwar schon Stunden vor den Autos, die sie beförderten. Heute sind sie stimmungsvolle Objekte. Sie gehören zu den am meisten unterschätzten Objekten im Modellbau.
Der Fiat 642 RN2 Bartoletti: Ferraris Werks-Transporter
Im Jahr 1957 setzte die Scuderia Ferrari zwei Lkw vom Typ Fiat 642 RN2 ein. Die Karosserie wurde von der Firma Bartoletti aus Forlì gefertigt. Sie transportierten Formel-1- und Sportprototypen-Rennwagen quer durch Europa. Der 642 RN2 basierte auf einem Fiat-Bus-Fahrgestell. Er verfügte über einen 6,2-Liter-Dieselmotor. Der Lkw erreichte hohe Geschwindigkeiten auf der Straße, um zügig voranzukommen. Er fuhr von Grand-Prix-Rennstrecke zu Rennstrecke. Der Rennkalender war damals sehr dicht. Der Bartoletti-Aufbau verfügte über eine hintere Laderampe. Er hatte ein geschlossenes Oberdeck für Ersatzteile. Dort wurde auch das Gepäck der Crew verstaut. Die Außenlackierung war in Ferrari-Rot gehalten. Sie trug Sponsorenlogos von Shell und Agip.
Nur zwei dieser Lastwagen wurden für Ferrari gebaut. Das macht sie zu seltenen Einsatzfahrzeugen in der Geschichte des Motorsports. Beide waren Ende der 1950er Jahre bei Grand-Prix-Rennen im Einsatz. Auch bis in die frühen 1960er Jahre waren sie noch im Einsatz. Sie transportierten Fahrzeuge wie den Dino 246 F1. Zu den weiteren Fahrzeugen gehörten der Testa Rossa und der 250 GTO. Sie waren auf Rennstrecken von Reims über Monza bis zum Nürburgring unterwegs. Der Fiat 642 RN2 Bartoletti war damals kein Blickfang. Er war die effizienteste verfügbare Lösung. Er transportierte empfindliche, unersetzbare Maschinen. Er befuhr die europäischen Straßen der Nachkriegszeit. Seinen Kultstatus erlangte er erst im Nachhinein.
CMC und CMR: Der Fiat 642 RN2 im Maßstab 1:18
Zwei Hersteller haben den Fiat 642 RN2 Bartoletti Ferrari-Transporter nachgebildet. Diese Druckgussmodelle im Maßstab 1:18 sind für Sammler sehr aufschlussreich.
CMC (Classic Model Cars) bringt den 642 RN2 als Modell heraus. Es handelt sich um eine vollständig aus Metall gefertigte, handmontierte Konstruktion. Sie besteht aus über 1.000 Einzelteilen. Vorgestellt wird die CMC-Version mit der Artikelnummer M-084. Sie verfügt über eine voll funktionsfähige Laderampe am Heck. Außerdem ist eine zu öffnende Fahrertür enthalten. Fotoätzteile für die Außenverkleidung sorgen für zusätzliche Details. Die Ladefläche bietet Platz für drei Ferrari-Modelle im Maßstab 1:18. Die im Tampondruckverfahren aufgebrachte Lackierung bildet das Ferrari-Rot originalgetreu nach. Sie umfasst historische Grafiken von Shell, Agip und Pirelli. Die Maßgenauigkeit ist gewährleistet. Die Produktionsphilosophie von CMC prägt dieses Modell. Es ist ein Prunkstück für die Vitrine. Es handelt sich nicht um ein Die-Cast-Modell der Einstiegsklasse. Der Preis spiegelt die Anzahl der Einzelteile wider. Die Vollmetallausführung wird dabei berücksichtigt. Auch die limitierte Auflage spielt eine Rolle. DerCMC Fiat 642 RN2 Bartoletti Ferrari-Transporterist erhältlich. Sie finden ihn jetzt im Vroomi-Katalog.
CMR (Classic Model Replicars) bietet dasselbe Modell an. Es ist preislich erschwinglicher. Das Modell ist aus Druckguss gefertigt und verfügt über bewegliche Teile. Dazu gehören die Fahrertür, die Doppelkabine und die Heckrampe. Es ist in zwei unterschiedlichen Lackierungen erhältlich. Zum einen gibt es die Version in Ferrari-Rot „Bordeaux“ (CMR140). Außerdem den Transporter in Maserati-Blau und Gelb (CMR141). Der Ansatz von CMR macht den Bartoletti-Transporter erschwinglich. Sammler können damit ein Renn-Paddock aus den 1950er Jahren nachbauen – und das ohne die Investition in die CMC-Edition. Beide Hersteller bieten authentische Nachbildungen an. Sie bilden dasselbe historische Fahrzeug nach. Die Wahl hängt von den Ansprüchen des Sammlers ab.
Der Fiat 673 und das Lancia Alitalia Rallye-Team, 1976
Mitte der 1970er Jahre veränderte sich die Rolle des Transporters. Die WRC-Teams hatten einen anderen logistischen Rhythmus als die Formel 1. Die Etappen führten über Bergpässe und Waldwege. Der Transporter musste den Servicepark erreichen. Dabei durchquerte er dasselbe anspruchsvolle Gelände. Für das Lancia-Alitalia-Rallye-Team war der Fiat 673 genau das richtige Fahrzeug.
In der WRC-Saison 1976 glänzte der Lancia Stratos HF. Er befand sich auf dem apex Dominanz. Der Stratos hatte bereits 1974 und 1975 die WRC-Titel gewonnen. Die Saison 1976 setzte diesen Erfolgskurs fort. Er zeigte auf Schotter- und Asphaltstrecken in ganz Europa starke Leistungen. Der Transporter Fiat 673 war unverwechselbar. Er war in den Farben von Alitalia lackiert: weiß, grün und rot. Er transportierte die Werks-Stratos-Fahrzeuge. Er traf in den Serviceparks mit einem unverkennbaren Sponsorenlogo ein. Dies war ein führendes Markenzeichen im Motorsport. Die Alitalia-Lackierung auf dem Fiat 673 war nicht nur reine Dekoration. Sie sorgte für visuelle Einheitlichkeit. Sie stand für ein gesamtes italienisches Werksprogramm. Dieses reichte vom Transporter bis zum Rennwagen.
IXO Models denFiat 673 Team Lancia Alitalia Rallye-Transporter von 1976im Maßstab 1:43 als Druckgussmodell IXO Models . Er verfügt über tampondruckte Alitalia-Grafiken. Die Proportionen sind originalgetreu. Im Maßstab 1:43 lässt er sich gut kombinieren. Er passt zum Spark Model Stratos von IXO oder Spark Model . Alitalia-Modelle aus derselben Saison passen ebenfalls dazu. So lässt sich ein kompletter WRC-Servicepark von 1976 nachstellen.
Der Mercedes-Benz O317: Ein Bus, der für Porsche gebaut wurde
Das unkonventionellste Fahrzeug dieser Gruppe begann seine Karriere als Stadtbus. Der Mercedes-Benz O317 wurde 1957 vorgestellt. Es handelte sich um einen Überlandbus mit Hochboden. Angetrieben wurde er von einem 10,8-Liter-Reihensechszylinder-Dieselmotor. Dieser Motor leistete 210 hp. Der Bus war fast zwölf Meter lang. Daimler-Benz baute die selbsttragende Karosserie des O317 bis 1972. Er war nie für die Rennstrecke gedacht.
Porsche beauftragte den Stuttgarter Karosseriebauer Robert Schenk. Drei O317-Fahrzeuge wurden zu Rennwagen-Transportern umgebaut. Sie wurden mit einem Doppelstapel-Ladesystem ausgestattet. Dieses System war für Fahrzeuge mit tief liegendem Profil ausgelegt. Es passte für die Modelle 917, 935 und 956. Der erste O317 wurde 1967 ausgeliefert. Er ging später an John Wyer Automotive Engineering. Dies geschah im Rahmen des 917-Programms in der Gulf-Lackierung. Ein zweiter Wagen stand im Dienst von Porsche. Er trug bis 1983 mehrfach die Martini-Lackierung. Der dritte Wagen fuhr bis in die Saison 1984 in den Rothmans-Farben. Er war in Le Mans, Monza und Spa im Einsatz. Er transportierte den Porsche 956. Dieses Fahrzeug gewann die 24 Heures du Mans. Zwischen 1982 und 1985 siegte es vier Mal in Folge.
Dieser Widerspruch macht den O317 so faszinierend. Er ist ein großartiges Sammlerstück. Ein ziviles Bus-Fahrgestell wurde umfunktioniert. Es wurde zum Rückgrat eines dominierenden Rennprogramms. Das geschah in endurance . DerMercedes-Benz O317 Porsche Transporter von 1984wurde nachgebaut. Er ist als Druckgussmodell im Maßstab 1:43 erhältlich. Die blaue Ausführung von 1984 ist verfügbar. Sie finden ihn im Vroomi-Lkw-Katalog. Er lässt sich nahtlos mit den Porsche-956-Modellen im Maßstab 1:43 kombinieren. Verwenden Sie IXO models Spark Model IXO models. Bauen Sie das gesamte Le-Mans-Fahrerlager aus der Rothmans-Ära nach.
Eine ausführliche Darstellung der Betriebsgeschichte des O317.Das Archiv zum Mercedes-Benz O317 Porsche-Transporter bei Supercar Nostalgialiefert entsprechende Unterlagen. Dort werden alle drei umgebauten Fahrzeuge detailliert beschrieben.
Warum das Sammeln von Renntransportern wichtig ist
Ein Transporter-Modell in einer Sammlung hat eine ganz besondere Funktion. Ein Rennwagen-Modell allein kann das nicht leisten. Es stellt das Auto in einen Kontext. Es verdeutlicht die betrieblichen Gegebenheiten. Der Lancia Stratos auf einem Ausstellungsregal erzählt eine Geschichte. Der Stratos neben dem Alitalia-Fiat 673 erzählt die ganze Geschichte. Dazu gehören das Team, die Logistik, die Epoche und der Sponsor. Außerdem wird die Infrastruktur verdeutlicht. Diese Infrastruktur machte den Kampf um den WRC-Titel erst möglich.
Im Maßstab 1:43 sind die IXO-Transporter regalfreundlich. Sie fügen sich nahtlos in den gängigen Maßstab ein. Das ist ideal für Rallye- und F1-Sammler. Im Maßstab 1:18 ist der CMC Fiat 642 RN2 Bartoletti ein echtes Statement. Es ist ein Modell, das viel Platz einnimmt. Auch bei genauer Betrachtung überzeugt es. Nur wenige Rennwagen-Nachbildungen können da mithalten.
DieVroomi-Kollektion mit Lastwagen und Transportfahrzeugenvereint verschiedene Modelle. Sie umfasst bedeutende historische Renn-Transporter. Vertreten sind CMC, CMR, IXO und Schuco. Vom Bartoletti aus den 1950er Jahren bis zum Rothmans O317 aus den 1980er Jahren. Entdecken Sie das gesamte Sortiment. Fügen Sie es Ihrer Sammlung hinzu.